
Energiestudie bestätigt burgenländischen Weg: Breite Unterstützung für Energieunabhängigkeit und erneuerbare Energie
94 Prozent bewerten Energieversorgung im Burgenland positiv – 81 Prozent ist heimischer erneuerbarer Strom wichtig – 80 Prozent unterstützen weiteren Windkraftausbau
Das Burgenland befindet sich mitten in der Transformation seines Energiesystems. Das Ziel: Bis 2030 soll das Burgenland energieunabhängig werden – mit den eigenen erneuerbaren Energieressourcen des Landes. Die aktuelle Studie zur Energie im Burgenland des Instituts für Strategieanalysen (ISA) zeigt, dass dieser Weg von einer breiten Zustimmung in der Bevölkerung getragen wird.
„Wir wollen das Burgenland bis 2030 energieunabhängig machen. Dafür lösen wir uns Schritt für Schritt von Öl- und Gasimporten und setzen auf unseren eigenen Strom aus Wind und Sonne – beim Strom, beim Heizen und zunehmend auch bei der Mobilität. Die aktuelle Energiestudie zeigt, dass dieser Weg bei den Menschen angekommen ist“, betont Landeshauptmann Hans Peter Doskozil. „Das Burgenland ist seit den 1990er Jahren Vorreiter bei den Erneuerbaren Energien in Österreich. In den vergangenen fünf Jahren konnten wir diese Vorreiterstellung weiter ausbauen und die Burgenland Energie konnte als Landesenergieversorger die Erneuerbare Erzeugungskapazität mehr als verdoppeln,“ ergänzt Doskozil.
„Wir haben in den letzten Jahren im Burgenland eine der größten Transformationen der österreichischen Energieversorgung umgesetzt: von einem vor allem durch Windkraft geprägten Modell zu einem Gesamtsystem aus Windkraft, Photovoltaik, Speichern und Energiegemeinschaften – und damit unsere Energieversorgung unabhängiger und sicherer gemacht. Eine solche Transformation gelingt nur gemeinsam mit den Menschen. Deshalb erheben wir jedes Jahr objektiv und fundiert, wie sehr die Burgenländerinnen und Burgenländer diesen Weg mittragen und wie zufrieden sie mit unserer Arbeit sind. Nur so können wir die richtigen Maßnahmen setzen und uns im Interesse unserer Kunden weiterentwickeln,“ erläutert Burgenland Energie CEO Stephan Sharma.
94 Prozent bewerten Energieversorgung positiv
Die Zufriedenheit mit der Energieversorgung ist hoch: 45 Prozent beurteilen die Energieversorgung im Burgenland als „sehr gut“, weitere 49 Prozent als „eher gut“ – insgesamt also 94 Prozent.
„Die Energieversorgung und der Ausbau der regionalen erneuerbaren Energien haben sehr hohe Akzeptanz bei den Burgenländerinnen und Burgenländern. Über 90 Prozent sind mit der Energieversorgung im Burgenland zufrieden,“ so Studienleiter Peter Filzmaier.
Gleichzeitig hat regionale Energieerzeugung einen hohen Stellenwert. 72 Prozent ist es wichtig, dass Strom aus regionalen Energiequellen direkt aus dem Burgenland kommt. 81 Prozent legen Wert darauf, dass Strom aus erneuerbaren Energiequellen aus Österreich stammt. „Das sind auch im Bundesländervergleich Topwerte, die schlüssig dazu führen, dass der weitere Ausbau erneuerbarer Energie breite Unterstützung findet: 75 Prozent befürworten Photovoltaik auf Hausdächern und auf Freiflächen sowie 80 Prozent Windenergie. Die Zustimmung zur Windkraft liegt damit im Burgenland zwölf Prozentpunkte über dem Österreich-Wert von 68 Prozent,“ erklärt Filzmaier.
„Die Photovoltaik und Windkraft sind im Burgenland sehr beliebt. Die Windenergie hat eine Zustimmung in der Bevölkerung bei 80 Prozent. Auch im Rahmen der qualitativen Analyse in den Fokusgruppen zeigt sich, dass den Menschen der Ausbau erneuerbarer Energien wichtig ist. Weil das für die Bevölkerung für Sicherheit und Unabhängigkeit steht,“ so Christina Matzka.
„Die hohe Akzeptanz der erneuerbaren Energieerzeugung im Burgenland macht stolz in den Studienergebnissen zu sehen. Das ist das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit der Gemeinden, dem Land und uns. Um die hohe Akzeptanz zu halten, wird es weiter wichtig sein, diesen gemeinsamen burgenländischen Weg zu gehen. Nur mit unseren eigenen Energiequellen Wind und Sonne können wir uns unabhängiger von internationalen Energiebörsen machen und Versorgungssicherheit garantieren,“ erläutert Sharma.
Energiegemeinschaften sind im Burgenland angekommen
Eine zentrale Säule des burgenländischen Energiemodells sind Energiegemeinschaften. „74 Prozent der Burgenländerinnen und Burgenländer kennen den Begriff Energiegemeinschaft – österreichweit sind es 60 Prozent. 57 Prozent können sich eine Mitgliedschaft beziehungsweise eine weitere Mitgliedschaft vorstellen,“ so Matzka.
Entscheidend sind dabei konkrete Vorteile: Für Interessierte und Mitglieder sind vor allem geringe Stromkosten (73 Prozent), Versorgungssicherheit (65 Prozent) und die jederzeitige Ausstiegsmöglichkeit (56 Prozent) sehr wichtige Gründe für eine Energiegemeinschaft.
Mit dem „Fanclub Burgenland Energieunabhängig“ setzt die Burgenland Energie dieses Modell bereits in großem Maßstab um. Rund 70.000 Menschen sind bereits Teil der ersten europäischen Energiegemeinschaft für eine ganze Region und nutzen direkt den Wind- und Sonnenstrom aus dem Burgenland.
„In den letzten Monaten hat sich die Energiekrise durch den Krieg im Nahen Osten wieder massiv verschärft. Die Energiepreise auf den internationalen Energiebörsen habe neue Spitzen erreicht. Allein die Gaspreise sind in den letzten sechs Monaten um 140% und die Strompreise um 240% angestiegen. Mit dem Fanclub Burgenland Energieunabhängig schafft das Burgenland mit seinem eigenen Wind- und Sonnenstrom Unabhängigkeit von den Börsen und dauerhafte Preissicherheit mit 10 Cent/kWh,“ so Sharma.
Hohe Zufriedenheit mit Burgenland Energie
Auch die Wahrnehmung der Burgenland Energie entwickelt sich positiv. „78 Prozent beschreiben die Burgenland Energie als zuverlässig, 66 Prozent als kundenfreundlich und 67 Prozent als umweltbewusst. Gegenüber der ersten Befragungswelle vor drei Jahren haben sich alle drei Werte verbessert,“ erläutert Filzmaier.
„Die hohe Zufriedenheit mit der Burgenland Energie ist erfreulich. Es ist klar, das alte Energiemodell der Abhängigkeit von Öl und Gas aus dem Ausland beim Autofahren und Heizen ausgedient hat. Das neue Energiemodell der Unabhängigkeit mit erneuerbarem Strom aus dem Burgenland ist voll angekommen. Nur so können wir auch in Zukunft eine zuverlässige Energieversorgung im Interesse unserer Kunden gewährleisten,“ erklärt Sharma.
Doskozil und Sharma abschließend: „Wir haben in den vergangenen Jahren stark in Kundenservice und den vollständigen Umbau unseres Energiesystems investiert. Die Ergebnisse der Markt- und Meinungsforschung sind für uns Bestätigung und Auftrag zugleich. Jetzt geht es darum, diesen Weg konsequent weiterzugehen und das Energiemodell Burgenland bis 2030 vollständig in Richtung Energieunabhängigkeit umzusetzen.“